1. Lichtbogenschweißen
Das Lichtbogenschweißen gehört zu den grundlegendsten Fertigkeiten eines Schweißers. Werden diese Fertigkeiten nicht ausreichend beherrscht, weist die Schweißnaht verschiedene Mängel auf.
2. Unterpulverschweißen
Das Unterpulverschweißen ist ein Schweißverfahren, bei dem ein Lichtbogen als Wärmequelle dient. Dank der großen Einbrandtiefe bietet es eine hohe Produktivität und Schweißnahtqualität: Durch die Schutzschicht aus Schlacke kommt das flüssige Metall nicht mit Luft in Berührung, und der hohe Mechanisierungsgrad macht es besonders geeignet für lange Schweißnähte an mittelstarken und dicken Blechkonstruktionen.
3. Das Argon-Lichtbogenschweißen, auch WIG-Schweißen genannt , ist ein hochwertiges Schweißverfahren, das üblicherweise zum Schweißen von Edelstahl, Aluminiumlegierungen und anderen Werkstoffen eingesetzt wird. Da beim Argon-Lichtbogenschweißen eine oxidationsfreie Umgebung herrscht, wird das Oxidationsproblem während des Schweißvorgangs minimiert. Es eignet sich daher besonders für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Schweißqualität. Ein Großteil der Blechbearbeitung erfolgt mittels Argon-Lichtbogenschweißen. Es ist das wichtigste Schweißverfahren in der Blechindustrie.
Hier einige Vorsichtsmaßnahmen beim Argon-Lichtbogenschweißen:
(1) Wolframnadeln sollten regelmäßig geschärft werden. Sind sie stumpf, kann der Strom nicht konzentriert werden, und die Schweißung wird schlecht.
(2) Ist der Abstand zwischen der Wolframnadel und der Schweißnaht zu gering, verkleben sie. Ist er zu groß, bricht der Lichtbogen ab. Nach dem Abbruch des Lichtbogens verbrennt die Schweißnaht schwarz. Die Wolframnadel wird fast blank, und die Strahlung, die sie abgibt, ist sehr stark. Daher ist es besser, den Abstand zu wahren.
(3) Die Bedienung der Schalter erfordert Geschick, insbesondere beim Schweißen dünner Bleche. Sie können nur einzeln betätigt werden. Es handelt sich nicht um eine automatische Schweißmaschine mit automatischer Bewegung und automatischem Drahtvorschub. Bei Dauerbetrieb verschleißt sie.
(4) Sie müssen den Draht prüfen, damit er sich gut anfühlt. Hochwertiger Schweißdraht wird aus 304er Stahlblech mit einer Schere geschnitten. Kaufen Sie ihn nicht in Bündeln. Natürlich finden Sie guten Draht im Großhandel.
(5) Arbeiten Sie möglichst unter gut belüfteten Bedingungen und tragen Sie dabei Lederhandschuhe, Schutzkleidung und eine selbstverdunkelnde Atemschutzmaske.
4. Gasschweißen
Das Sauerstoff-Brennstoff-Schweißen (OFW) ist ein Verfahren, bei dem Metall und Schweißdraht an der Fügestelle der Werkstücke mittels einer Flamme erhitzt werden, um sie zu verschmelzen und so den Schweißvorgang zu ermöglichen. Gängige Brenngase sind Acetylen, Flüssiggas und Wasserstoff, als Hilfsgas wird üblicherweise Sauerstoff verwendet.
5. Laserschweißen
Laserschweißen ist ein effizientes und präzises Schweißverfahren, das einen Laserstrahl mit hoher Energiedichte als Wärmequelle nutzt. Es zählt zu den wichtigsten Anwendungsgebieten der Lasermaterialbearbeitung. In den 1970er Jahren wurde es hauptsächlich zum Schweißen dünnwandiger Werkstoffe und für Niedriggeschwindigkeitsschweißungen eingesetzt. Der Schweißprozess basiert auf Wärmeleitung: Die Laserstrahlung erhitzt die Werkstückoberfläche, und die Oberflächenwärme diffundiert durch Wärmeleitung ins Innere. Durch die Steuerung von Pulsbreite, Energie, Spitzenleistung und Wiederholfrequenz des Laserpulses wird das Werkstück aufgeschmolzen und ein spezifisches Schmelzbad gebildet.
Laserschweißen findet vermehrt Anwendung in der CNC-Bearbeitung von Präzisionsteilen, beispielsweise bei Medizingeräten und -produkten, Automobil- und Motorradteilen sowie Luft- und Raumfahrtausrüstung. Da der Laserstrahl präzise auf einen sehr kleinen Bereich gerichtet werden kann, ist Laserschweißen auch die erste Wahl für relativ kleine Präzisionsteile, wie etwa Drohnenteile oder sehr kleine Bauteile in der Medizintechnik.
Laserschweißen wird beim Spritzguss häufig zur Reparatur von Formen eingesetzt. Spritzgussteile bestehen aus vielen Präzisionsteilen und -komponenten. Werden einzelne Teile während des Produktionsprozesses teilweise beschädigt, ist Laserschweißen zur lokalen Reparatur oft die kostengünstigste und schnellste Lösung.
In der Blechbearbeitung wird neben dem Lichtbogenschweißen auch das Laserschweißen eingesetzt, wenn präzise Schweißpositionen oder Schweißpunktgrößen erforderlich sind. Es ist zudem ein gängiges Schweißverfahren für die Bearbeitung von Blechteilen.
Bei CNC-Fräs- und CNC-Drehbearbeitungen ist das Laserschweißen die wichtigste Methode zum Verschweißen von Teilen, da es präzise Schweißpositionen ermöglicht, die Größe von Präzisionsteilen nur geringfügig beeinflusst und auch CNC-automatisiertes Schweißen ermöglicht.
6. Reibschweißen
Reibschweißen ist ein Schweißverfahren, bei dem die durch die Reibung zwischen den Kontaktflächen der Werkstücke erzeugte Wärme als Wärmequelle genutzt wird, um die Werkstücke unter Druck plastisch zu verformen.
Unter Druckeinwirkung erzeugt die Relativbewegung zwischen den Schweißkontaktflächen Reibungs- und Verformungswärme an der Reibfläche und in deren Umgebung. Bei konstantem oder steigendem Druck und Drehmoment steigt die Temperatur in der Umgebung in einen Bereich nahe, aber in der Regel unterhalb des Schmelzpunktes. Dadurch verringert sich der Verformungswiderstand des Materials, die Plastizität verbessert sich und die Oxidschicht an der Grenzfläche bricht auf. Unter dem Einfluss des Schmiededrucks kommt es zu plastischer Verformung und Fließen des Materials. Die Schweißung erfolgt durch Molekulardiffusion und Rekristallisation an der Grenzfläche.
Das Reibschweißen besteht üblicherweise aus folgenden vier Schritten:
(1) Mechanische Energie wird in Wärmeenergie umgewandelt;
(2) plastische Verformung des Materials;
(3) Schmiededruck unter thermoplastischer Bedingung;
(4) intermolekulare Diffusionsrekristallisation.
Bei CNC-Fräs- und CNC-Drehbearbeitungen werden häufig zwei Teile mit sehr unterschiedlichen Formen durch Reibschweißen verbunden. Die direkte CNC-Bearbeitung führt zu Materialverschwendung und erhöht den Bearbeitungsaufwand und die Bearbeitungszeit. Werden die Teile in zwei Teilen bearbeitet und anschließend verschweißt, lassen sich Material und CNC-Bearbeitungszeit einsparen.
7. Ultraschallschweißen
Beim Ultraschallschweißen werden hochfrequente Schwingungswellen auf die Oberflächen zweier zu verschweißender Objekte übertragen. Unter Druck reiben die Oberflächen aneinander und verschmelzen so die Molekülschichten. Die Hauptkomponenten eines Ultraschallschweißsystems sind Ultraschallgenerator, -wandler, -verstärker, Schweißkopf, Form und Rahmen.
Die in unserem Spritzgussverfahren hergestellten Kunststoffprodukte werden häufig durch Ultraschallschweißen verbunden. Nach dem Verschweißen können sie Funktionen wie beispielsweise Wasserdichtigkeit aufweisen.